Und wieder ein interessanter Beitrag, der im Zusammenhang mit dem vor etwa einer Woche beschriebenen Artikel über den kräftigen El-Nino vor der Westküste Südamerikas zusammen hängt. Nach einer mehrjährigen Dürreperiode kommen die Niederschläge zwar gelegen, so könnten die Wasserreservois der Region im Frühjahr unter Umständen wieder Normalniveau erreichen, trotzdem kämpfen die Bewohner vor Ort gegen den inzwischen dritten heftigen Wintersturm, der von Südwesten auf das Land prallt. Nach heftigen Sturmböen, Starkniederschlägen (Es können gut etwa >300l Regen in 5 Tagen fallen) und in höheren Lagen auch Schneestürme wurde teilweise der Notstand ausgerufen. Sogar der Highway zwischen L.A. und San Francisco musste nach starken Schneefällen gesperrt werden. Tausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom, dazu drohen vielerort Erdrutsche, so dass vorsorglich viele Häuser evakuiert wurden. Auch der Luftverkehr kam in den betroffenen Regionen teilweise zum Erliegen. Nun aber wieder zurück zu den Fakten. Ein Grund dieser heftigen Sturmaktivität vor der Küste liegt im zur Zeit kräftigen El-Nino begründet, der das Zirkulationsmuster in der Region phasenweise drastisch ändern kann. Für die Region nach der seit einigen Jahren anhaltenden Dürre aber auch ein Segen. Nach Prognosen soll sich der recht kräftige El-Nino in den folgenden Monaten langsam etwas abschwächen, so dass mit leicht positiven Werten das normale Niveau wieder erreicht werden sollte. Dieser Effekt wird auch das Wetter in Europa im Folgenden beeinflussen, auch wenn dieser Einfluss unter Umständen nicht spürbar und somit verschwindend gering ist. (sz)

Bild: Satelitenbild NOAA (10/01/22 – 11:45H UTC)