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Es ist draußen gefühlt zur Zeit kaum auszuhalten, überwiegend wolkig und Tageshöchstwerte um 17°C, dabei besonders in den Nachmittagsstunden immer wieder teils heftige Schauer. Exakt so ist der August im Sommer 2010 zu Ende gegangen und genau so hat der September begonnen. Glücklicherweise wird es pünktlich zum Wochenende deutlich freundlicher. Das Hoch über den Britischen Inseln dehnt seinen Einfluss ein wenig auf Mitteleuropa aus, so dass sich die Sonne in den kommenden Tagen deutlich häufiger zeigen wird. Der Freitag wird anfangs noch recht wolkig sein, später wird es aber zunehmend freundlicher, besonders nach Nordwesten hin lockert es am Freitag früher auf. Ab Samstag stehen dann einige spätsommerliche/frühherbstliche Tage mit viel Sonne an. Die Höchstwerte erreichen bei einer leicht östlich drehenden Strömung nur knapp die 20°C-Marke, der Hebst ist also schon entsprechend zu spüren. Besonders die Nächste gehen dabei in den einstelligen Bereich und in ungünstigen Lagen ist bei kompletter Wolkenlosigkeit erster Bodenfrost möglich. Tiefstwerte bewegen sich um 5°C. Pünktlich zum Beginn der neuen Woche dreht die Strömung West/Südwest, was kurzzeitig mildere Luft bringt, dann wird es aber wieder zunehmend wechselhaft, windig und regnerisch. Die Temperaturen gehen dementsprechend erneut zurück. Also die Beste Gelegenheit die kommenden Tage zu nutzen. (sz)

Man hat in den letzten Wochen recht wenige Neuigkeiten um die insolvente Traditionsbrauerei Herrenhäuser in Hannover-Herrenhausen gehört, doch die Zukunft ist zur Zeit keines Falls gesichert. Während der Eigner Manfred Middendorff das Unternehmen mit einer Planinsolvenz unter strenger Auflage weiterführen will, gingen parallel dazu zwei Angebote anderer Brauereien ein, die entsprechende Konzepte für eine Übernahme vorgestellt haben, darunter Wolters (Braunschweig) und Einbecker (Einbeck). Während es der Gewerkschaft NGG um den Erhalt der Arbeitsplätze am Standort Hannover und den Erhalt des Namens geht, befürchten besonders die Mitarbeiter der Brauerei bei einer Übernahme um den Abbau der Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite ist man deutlich verärgert, dass die Angebote der anderen Brauereien so zielgesteuert an die Öffentlichkeit geraten sind, zumal der Ruf des Unternehmens bereits durch diverse Gerüchte im letzten Geschäftsjahr gelitten hat und durch die Veröffentlichung des Angebots weiter leidet. Der Geschäftsbetrieb läuft trotz des laufenden Insolvenzverfahrens mit “guten Ergebnissen” weiter, wie die HAZ berichtet. Eine Entscheidung über die Zukunft der Brauerei wird in den kommenden Tagen/Wochen getroffen.

Quelle: Artikel aus der HAZ vom 26.08.2010

Am gestrigen Donnerstag zogen unwetterartige Dauer- und Starkniederschläge von West nach Ost über unseren Bereich. Bemerkenswert waren dabei die insgesamt gefallenen Regenmengen, wobei es einen eng begrenzten Streifen (20-30km Nord-Südausrichtung) vom nördlichen NRW bis hin zum südlichen Niedersachsen extrem heftig getroffen hat, hier wurden in 24h neue Rekordwerte von 187,5mm Regen gemeldet. Der für den Monat übliche Niederschlag liegt im Mittel bei knapp 70mm, somit fielen die letzten 24h faktisch gesehen mehr als das Doppelte des im Monat üblichen Niederschlages! Beachtet man, dass der Jahresniederschlag bei etwa 650mm liegt, so sind mehr als 1/4 des Jahresniederschlages allein am gestrigen Tag gefallen! Ein Ereignis, welches allerhöchstens alle 10 Jahre einmal auftritt. Doch bevor auch die Region Hannover unter die Lupe genommen wird, zunächst zur Wetterlage. Eine zunächst noch steuernde Zyklone bildete über unseren Vorhersagebereich eine langgestreckte Tiefdruckrinne aus, wobei es an dessen West- und Ostflanke zur Teiltiefbildung kam. Die Struktur hingegen bewegte sich langsam ostwärts über unseren Bereich. Entsprechend bewegte sich der resultierende Frontenzug regional nur sehr gering nach Norden oder nach Süden. Die Rinne trennte zunehmend feucht schwüle Luftmassen aus dem Südwesten von atlantischer Kaltluft im Norden, entsprechend verstärkten sich die Niederschläge zunehmend. Eines der Teiltiefs über Frankreich übernahm schließlich die Regie und zog unter Verstärkung in der letzten Nacht in unsere Richtung, was ein erneutes Aufleben der Niederschlagsaktivität mit sich führte. Zum frühen Nachmittag wird das Tief unseren Bereich ostwärts verlassen, wobei die Strömung dann auf Nord dreht und polare Luftmassen in unseren Bereich führt. In der Höhenkalten Luft entwickeln sich über das Wochenende immer wieder teils kräftige Schauer oder Gewitter, die aber kein weiteres Unwetterpotential haben werden. Nun aber wieder zu den Auswirkungen… Einige der Spitzenreiter waren Steinfurt mit 187mm, Ahaus mit 159mm, Osnabrück mit 130mm, Stadthagen 115mm, Barsinghausen 110mm. In den Kreisen Osnabrück (NDS) und Steinfurt (NRW) wurde Katastrophemalarm ausgerufen. Der Bahnverkehr im Münsterland kam fast vollständig zum Erliegen, viele Straßen sind wegen Hochwassers gesperrt. In Rheine droht ein Regenrückhaltebecken ein großes Industriegebiet zu überfluten. Auch im niedersächsischen Stadthagen steht das Wasser in vielen Straßen meterhoch, die Stadt sei inzwischen auch nur noch über die Bundesstraße erreichbar. Auch einige Autobahnen waren von den Sperrungen betroffen, darunter die A30 bei Osnabrück und die A2 im Weserbergland. Hannover lag nach Angaben des DWD an der Ostseite des neftigen Starkniederschlags, das IMUK hat 36 stündige Regenmengen von etwa 80mm registriert, wobei die Stadt recht glimpflich davon kam. Ganz anders die Station Barsinghausen, die bis heute früh nun 110mm Regen registriert hat. Bis auf einige Straßensperrungen und Problemen im Zugverkehr kam es aber nicht zu größeren Problemen. Auf der anderen Seite bildeten sich besonders gestern Abend bis tief in die Nacht hinein in der Subtropikluft südlich der Front teils unwetterartige Gewitter mit Starkegen von 60mm in der Stunde und teils schweren Sturmböen. (sz)

Der Sommer 2010 zeigte sich zwar kurzzeitig von seiner extrem heißen Seite,  bot am Ende allerdings nur ein vergleichsweise kurzes Gastspiel. Und nun stehen die Zeichen sehr deutlich auf Herbst, was auch mit einer Umstellung der Großwetterlage zusammen hängt. In den vergangenen Tagen war es recht wechselhaft, trotzdem blieb es aber noch recht warm dabei, dies ändert sich nun in den kommenden Tagen. Zunächst einmal verlagert sich bis zum kommenden Wochenende ein Tief von Frankreich ostwärts über unseren Bereich hinweg. Gleichzeitig bildet dieses eine Art Rinnenstruktur aus, welche von West nach Ost über Deutschland ausgeprägt sein wird. Zusätzlich wird es in unserem Bereich zur Randtiefbildung kommen, was die Vorhersage deutlich erschwert. Trotzdem wird dieses Muster und die damit verbundenen Fronten schleifend faktisch den gesamten Donnerstag über der Mitte Deutschlands liegen bleiben, was teils intensive Dauerregenfälle zur Folge hat. Der Wind schläft dabei im Vergleich zu den letzten Tagen deutlich ein. Nach Abzug des Tiefs am Wochenende etabliert sich ein Hoch über den Britischen Inseln, während das nach Osten abgezogene Tief zur steurnden Zyklone wird. Der Bereich fällt somit in eine recht kühle Nordströmung, die bis über den Monatswechsel anhalten kann. Die Höchstwerte pendeln sich je nach Bewölkung auf 12°C – 19°C ein. Zeitweilig wird es auch wieder kräftige Winde geben, so dass man wirklich schon von “Herbst” sprechen kann. Die Rauchfahnen zeigen allerdings bis zur ersten Septemberhälfte einen leichten Aufwärtstrend, wobei eine genaue Entwicklung wie immer abzuwarten ist. Und um es nicht zu vergessen, der Meteorologische Herbst beginnt nächste Woche Mittwoch am 01.09.2010. (sz)

Bildquelle: GFS-Globalmodell

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