Das Bildnis des Dorian Gray
Eine gelungene Neuverfilmung des gleichnamigen Romans von Oscar Wildes. Zunächst kehrt Dorian Gray gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach London zurück. Jung und unschuldig liegt ihm die aristokratische Welt zu Füßen. Freund und Maler Basil hält seine jugendliche Ausstrahlung meisterhaft in einem Portrait fest. Dank der Hilfe von Henry, einem Lord, lernt Dorian das lasterhafte Leben kennen, wobei das Werk mit Opiumhöhlen, Alkoholexzessen und Sexorgien aus dem Vollen schöpft. Der Film besticht zunächst mit seiner zunehmend düsteren, aber zeitlich gut getroffenen Kulisse. Besonders die Rolle von Henry bringt sehr viel Pepp in das zunehmend lasterhaftige Geschehen, eine ausgezeichnete schauspielerische Leistung meiner Meinung nach. Im weiteren Verlauf mündet das Werk zunehmend im Horror-Genre, wobei die düsteren Kulissen in diesem Zusammenhang eine perfekte Atmosphäre schaffen. Dorian behält optisch seine Jugendhaftigkeit, während sein Abbild zunehmend zum “Zombie” mutiert. Schaurig untermalt wird das Ganze durch ein paar nette Maden, Schimmel und einigen aus dem Genre bekannten Soundeffekten. Die Zeit schreitet voran, auch sehr schön durch den technischen Fortschritt gezeichnet und das Umfeld von Dorian kommt ebenfalls in die Jahre. Gleichzeitig wird das Werk hier deutlich ernster, wobei der zunehmende Verlust des “Menschlichen” hier ein wenig untergeht… Trotzdem eine sehr schöne Neuverfilmung mit Genre-Sprung, die sich besonders im Hinblick auf die düsteren und zeitlich gut gelungenen Kulissen perfekt zusammen fügt und eine recht spannende Kinoatmosphäre schafft. Mehr lässt sich an dieser Stelle nicht hinzufügen.
Gesamtwertung: 2
Achtung Spoiler: Der Artikel enthält möglicherweise Informationen über Handlung/Inhalt/Plot! Alle Filmkritiken im Rahmen der Sneak-Preview sind ebenfalls im Forum des Cinemaxx H-Raschplatz zu finden. Einige Artikel sind ebenfalls im Forenbereich von kino.de zu finden.


Hmmm… Einen Mischung aus Horror, Science-Fiction, Action und Komödie… Als “Trash” würde ich ihn jetzt nicht direkt bezeichnen, da das Ganze doch ein wenig zu “Ernst” rüberkommt. Ansonsten lässt sich diese Mischung auch nur schwer in Worte fassen. Der Anfang (Das Intro) zeigte alle klassischen Elemente für einen guten Einstieg in einen Action-Film, versagte dann aber schnell auf ganzer Linie. Szenenwechsel… Plötzlich befand man sich mitten in der Wüste im Nirgendwo, wenig interessante Charaktere, auch wenn augenscheinlich ein wenig Zeit investiert wurde, um die Charaktere mit “Leben” zu füllen. Zog die Sache aber unnötig in die Länger. Außerdem kam hier bei mir die Frage auf: Was will der Film mit bis hier sagen, bzw. wo will mich der Film hinführen?! Plötzlich wird mit dem “Testbild” im Fernsehen und mit dem Abbruch der Telefonverbindung ein wenig Spannung aufgebaut. Dann zeigen sich plötzlich “eigenartige Wolkenerscheinungen etc.” am Himmel. Nette Effekte, wobei man sich ein wenig an “Akte X” erinnert fühlt. Hier hätte man ein wenig weiter machen können, doch dann springt der Film erneut recht unkonventionell. Unser Held, ein “Engel”, tritt mit seinen Waffen in den Vordergrund und versorgt die ohnehin schon verwirrten Hauptcharaktere mit Waffen… Die Story über “Engel” und “Gott” macht die Sache zwar interessant, passt aber in dem Kontext überhaupt nicht und zieht die Story ein wenig ins Lächerliche… eine Komödie halt *gg*… Im Anschluss eine Armee von Zombies mit interessanten Effekten, wobei ich mich dabei vor Lachen nicht mehr halten konnte… Die Effekte passen nicht zum Konzept und ein wenig abgekupfert, sollten aber meiner Meinung nach genau diesen Eindruck erwecken… (Sonst hätte man sich auch mehr Mühe geben können)… Immerhin wurde anschließend ein Haufen Blech, eine anständige Schießerei auf Zombies und einige interessante Crash-Szenen mit Autos durchgeführt, die aufgrund der rasanten Kameraführung und der vielen Szenenwechsel einen sehr guten Eindruck machten… Aber noch einmal eine kleine Bemerkung zum Thema Story… Erst sehr spät kommt heraus, dass Gott die Hoffnung in die Menschheit aufgegeben hat… Erst jetzt wird der eigentliche Kampf zwischen den beiden Engeln klar. Und natürlich kommt es am Ende zum Happy End, auch wenn alle Hoffnung zunächst verloren schien. Wie soll man das nun zusammenfassen… Eine interessante und sehr sprunghafte Story, die meiner Meinung nach abschnittsweise verschiedene Genre bedient und vor allem wegen der Unkonventionellen Zusammenstellung der Elemente auffällt. Auf der anderen Seite aber auch eine interessante Erfahrung. Einerseits spannend, dann wieder ganz lustig… Das einmal wegen der beschriebenen “Effekte”, sowie wegen einiger flacher Witze der Hauptcharaktere. Manchmal hatte ich auch das Gefühl den “Roten Faden” verloren zu haben und an vielen Stellen wusste man wie bereits erwähnt nicht, wohin die Story wollte… Immerhin fand ich es zwar spannend anzuschauen, sich im Restaurant zu verschwanzen und auf die Geburt des Babys zu warten um dem Bösen ein Ende zu machen. Dann wird das Baby schließlich geboren, das Böse weicht aber nicht… Es gibt bestimmt noch einige Stellen, die ich hier erwähnen könnte, will aber nicht weiter auf Details eingehen. Am Ende muss ich sagen, dass das ein recht netter und lustiger Kinoabend war, auch wenn der Film phasenweise recht abgehoben und sprunghaft war… Und es handelt sich meiner Meinung nach definitiv NICHT um “Trash”… Achja, nette Engelsflügel im Übrigen ^^