news_enke_totDie traurige Nachricht über den Tod des Nationaltorwarts Robert Enke wurde am späten Dienstagabend von der Polizei Hannover bestätigt. Offensichtlich handelt es sich nach ersten Berichten um Selbstmord. Enke starb am Dienstagabend an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese. Der Spiegel schrieb hierzu:  Hamburg – “Ich kann die traurige Nachricht bestätigen. Robert lebt nicht mehr. Zu Einzelheiten kann ich im Moment aber nichts sagen”, sagte Enkes Freund und Berater Jörg Neblung. Enke starb am Dienstagabend an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese. “Es hat einen tödlichen Unfall an einem Bahnübergang gegeben”, sagte Stefan Wittke, Leiter der Pressestelle der Polizei Hannover. Wittke erklärte, dass alles darauf hindeute, dass es sich um Selbsttötung gehandelt habe. Enke hinterlässt seine Ehefrau Teresa und eine acht Monate alte Tochter, die das Paar im Mai adoptiert hatte. “Das ist ganz furchtbar”, sagte Hannovers Präsident Martin Kind. Er war von der Sitzung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zurückgekehrt, auf der er die 50+1- Regelung kippen wollte, und bekam am Flughafen den schockierenden Anruf. “Man rechnet mit vielem, aber nicht mit so etwas”, sagte Kind der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Ich weiß nicht, warum es und wie passiert ist”, sagte Kind. Der 96-Chef ist sich sicher, “dass es nichts mit Fußball zu tun hat”. Enke hatte wegen einer Erkrankung, die als Bakterien-Infektion des Darmes angegeben wurde, vier Länderspiele verpasst. Er war auch nicht für die beiden Länderspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste am 14. und 18. November eingeladen worden. Löw hatte dem 96-Profi aber deutlich signalisiert, dass er weiter ein Favorit auf die Nummer eins bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika sei. Enke bestritt acht Länderspiele.

Das DSF berichtet am späteren Abend: Die Polizei Hannover hat Details zu den Todesumständen des Nationaltorhüters Robert Enke bekanntgegeben. “Er wurde gegen 18.25 Uhr bei Neustadt am Rübenberge von einem Regionalexpress überrollt, der zwischen Hamburg und Bremen unterwegs war. Der Zug war mit etwa 160km/h unterwegs. Der Zugführer hatte eine Person bemerkt und den Verdacht, diese erfasst zu haben”, sagte Polizeisprecher Stefan Wittke dem DSF. Er wollte noch nicht offiziell bestätigen, dass es sich um einen Selbstmord handelte. Es habe sich dann schnell herausgestellt, dass ein Mensch zu Tode gekommen sei. “Dann wurde rasch die Identität geklärt, und es ergab sich die traurige Gewissheit, dass es sich um Robert Enke handelt.” Enke habe nur drei bis vier Kilometer von der Unglücksstelle entfernt gewohnt. Nur etwa zehn Meter von den Gleisen entfernt sei ein schwarzer Mercedes-Geländewagen gefunden worden, “ein Kollege von der örtlichen Polizei bestätigte mir, dass es Enkes Wagen war”, sagte Wittke. Ob ein Abschiedsbrief gefunden wurde, wollte Wittke nicht sagen. Auch Enkes Ehefrau habe sich später an der Unfallstelle aufgehalten.

Bereits am späten Dienstagabend versammelten sich hunderte Fans in Hannover vor der AWD-Arena und trauerten still um den 32-jährigen, nahmen Abschied von einem Ausnahmesportler. Er hinterlässt ein großes Loch in den Herzen vieler Hannoveraner. Das obige Foto entstand am gestrigen Dienstag kurz vor Mitternacht. Ein Trauermarsch findet am heutigen Mittwoch um 19h statt. Treffpunkt ist Kröpcke, der Zug zieht dann bis zur AWD-Arena.