Heute gab es einen Action-Kracher nach meinem Geschmack und irgendwie hatte ich gehofft diesen Film zu sehen. Ich wurde positiv überrascht, was im Genre “Action” nicht so häufig vorkommt. Der Film beginnt für sein Genre recht untypisch, nämlich eher entspannend und ruhig, dazu eine recht jazzige Musikeinlage, sowie einige Eindrücke aus Paris. Im weiteren Verlauf lernen wir James Reese kennen, Assistent des Amerikanischen Botschafters. Er träumt allerdings von einer Karriere als Geheimagent und profiliert sich zunächst nebenbei mit kleinen Handlangerjobs im Hintergrund. Wir erfahren auch, dass er sein privates Glück mit seiner frisch verlobten Freundin Carolyn ebenfalls gefunden hat. Doch dann bekommt er seinen ersten Auftrag an der Seite von Partner Wax, der sein Leben gründlich durcheinander bringt. Während James einen “Muster-Agenten” erwartet, wird er mit Draufgänger Wax konfrontiert, der von John Travolta verkörpert wird. Die Rolle ist ihm wie auf den Leib geschrieben und passt perfekt. Auch optisch macht er mit Glatze, Ohrring und Lederjacke einiges her. Die Ermittlungsmethoden sind eher ungewöhnlich, geben dem Film aber das richtige Tempo. Im Sekundentakt folgt schließlich ein Gemtzel dem anderen, wobei der Film meiner Meinung in Sachen Effekten nicht übertreibt, mal abgesehen von der Taktfrequenz. Dazu kommen jede Menge fetzige Sprüche von Wax, die dem ganzen Film in der Kombination mit den forschen Ermittlungsmethoden richtig Leben einhauchen. Ein besonderer Bonus ist die Tatsache, dass auch James zunächst nicht genau weiß, wo die Reise hinführt und mit Wax von einer Schießerei in die Nächste steuert. Zunächst scheint es um die Zerschlagung eines Drogenrings zu gehen, erst im weiteren Verlauf wird der Fokus auf den Terrorismus gelenkt. Der Zuschauer kann dabei live am Lernprozess von James teilhaben, was dem Film auch wieder eine gewisse Spannung gibt. Eine echte Wendung nimmt der Film erst, als sich die Verlobte von James als Terroristin entpuppt und seine heile Welt zusammenbricht. Von einem zunächst einfachen Auftrag ist eine Mission zur Vereitelung eines Terroranschlags geworden. Schließlich lebt der Film von der wechselnden Dynamik zwischen den beiden Hauptprotagonisten, was sich zu einem perfekten Bild zusammenfügt. Auch wenn der Film bereits früh durchstartet und ein anständiges Tempo in Sachen Action an den Tag legt, wird es zum Ende hin nicht langweilig, die Spannung und das Tempo kann sogar phasenweise noch gesteigert werden. Aus einer recht entspannenden und sehr realitätsnahen Einführung ist ein recht temporeicher Actionkracher geworden, der zwar nichts mehr mit der Realität zu tun hat, aber auf der ganzen Linie überzeugt. Deshalb werde ich mit meiner Bewertung ganz oben ansetzen…
Gesamtbewertung: 1
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