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Es ist draußen gefühlt zur Zeit kaum auszuhalten, überwiegend wolkig und Tageshöchstwerte um 17°C, dabei besonders in den Nachmittagsstunden immer wieder teils heftige Schauer. Exakt so ist der August im Sommer 2010 zu Ende gegangen und genau so hat der September begonnen. Glücklicherweise wird es pünktlich zum Wochenende deutlich freundlicher. Das Hoch über den Britischen Inseln dehnt seinen Einfluss ein wenig auf Mitteleuropa aus, so dass sich die Sonne in den kommenden Tagen deutlich häufiger zeigen wird. Der Freitag wird anfangs noch recht wolkig sein, später wird es aber zunehmend freundlicher, besonders nach Nordwesten hin lockert es am Freitag früher auf. Ab Samstag stehen dann einige spätsommerliche/frühherbstliche Tage mit viel Sonne an. Die Höchstwerte erreichen bei einer leicht östlich drehenden Strömung nur knapp die 20°C-Marke, der Hebst ist also schon entsprechend zu spüren. Besonders die Nächste gehen dabei in den einstelligen Bereich und in ungünstigen Lagen ist bei kompletter Wolkenlosigkeit erster Bodenfrost möglich. Tiefstwerte bewegen sich um 5°C. Pünktlich zum Beginn der neuen Woche dreht die Strömung West/Südwest, was kurzzeitig mildere Luft bringt, dann wird es aber wieder zunehmend wechselhaft, windig und regnerisch. Die Temperaturen gehen dementsprechend erneut zurück. Also die Beste Gelegenheit die kommenden Tage zu nutzen. (sz)

Nachdem Hurricane Earl die Bahamas auf einer leicht nördlichen Zugbahn nur knapp verfehlt hat, schlägt er nun einen zunehmend nördlichen Kurs ein. Zur zeit bewegt er sich mit 17mph nach Nordwesten. Zeitweilig wurde er auf die Kategorie 3 heruntergestuft, hat sich aber inzwischen wieder auf 4 verstärkt. Die Prognosen in Sachen Zugbahn zeigen nun eine Tatsache sehr deutlich, Earl wird mit großer Wahrscheinlichkeit die Staaten North Carolina, Virginia, DC und Maryland im Küstenumfeld stark beeinflussen. Die Intensität sollte auf dem Kurs nach Norden deutlich geringer werden, da er auf zunehmend kälteres Wasser trifft. Der National Weather Service hat bereits entsprechende Warnungen für das anliegende Seegebiet und das Küstenumfeld ausgegeben. Somit drohen an der direkten Küstenlinie schwere Sturm- und Orkanböen, weiter im Landesinneren werden immerhin noch Sturmböen erreicht. Diese können von heftigen Regenfällen (>2 Inch) begleitet werden. Auf dem weiteren Kurs nach Norden sollte er sich aber schnell abschwächen. Nun werfen wir aber noch einen Blick auf die restliche Atlantikregion. Während sich ein weiterer tropischer Sturm “Fiona” nur unweit südöstlich von Earl befindet, hat sich vor der Westküste Afrikas erneut eine Störung gebildet, die sich zur Zeit zu einem tropischen Sturm verstärkt hat und auf den Namen Gaston getauft wurde. Auch dieser wird sich auf seinem Westkurs mit großer Wahrscheinlichkeit zum Hurricane verstärken. Fiona hingegen bewegt sich im Schlepptau von Earl und wird aufgrund mangelnder Energie nur wenig Entwicklungschancen eingeräumt. (sz)

Bildquelle: Hurricane Center des National Weather Services (NOAA)

Auch wenn die Hurricane-Aktivität bislang sehr schwach war und die eigentliche Saison jetzt bald zu Ende geht, gibt es zur Zeit eine sehr hohe Sturmaktivität auf dem Atlantik. Deshalb werfen wir einen schnellen Blick auf die aktuelle Situation. Vor einigen Wochen zeigte sich eine erhöhte Gewitteraktivität an der Westküste von Afrika, die sich auf ihrem Weg zunehmend organisierte und an Intensität gewann. Schnell entwickelte sich eine tropische Depression und im weiteren Verlauf ein tropischer Sturm. Noch weit vor dem Bereich der Karibik wurde schließlich der Hurricane “Danielle” geboren, welcher auf der Saffir Simpson Skala die Stärke 3 erreichte, bevor er schnell nach Norden mit weiter Distanz zum amerikanischen Festland nach Norden abbog. Naturgemäß schwächte sich der Sturm auf dem Weg nach Norden aufgrund des kälteren Wassers ab, wobei er aktuell immer noch als Hurricane der Kategorie 1 geführt wird. Danielle zieht zur Zeit auf Nordostkurs in Richtung Südgrönland, wobei der Sturm sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem kräftigen Sturmtief über dem zentralen Atlantik verbinden wird. Doch noch bevor Danielle vor der Karbik nach Norden abgedriftet ist, entwickelte sich auf einer etwas südlicheren Zugbahn ein neuerlicher Sturm, welcher vor kurzem die Hurricane Stärke 1 erreicht hat und “Earl” getauft wurde. Dieser bewegt sich zur Zeit auf einem direkten Westkurs und wird in den kommenden Stunden die erste Inselkette der Karibik erreichen, bevor auch dieser einen Nordwest- und später Nordkurs einschlagen soll, um an der amerikanischen Ostküste nach Norden zu ziehen. Aufgrund des recht warmen Wassers gewinnt “Earl” weiter an Fahrt und soll nach den Prognosen die Stärke 3-4 erreichen. Besonders betroffen sind die Jungferninseln, die Dominikanische Republik und auf seinem Westkurs später die Bahamas, sowie die kleinen Inselgruppen auf seiner Zugbahn. Doch auch einige Ostküstenstaaten in den USA könnten Ausläufer des Sturmes abbekommen. Ein weiterer Blick auf den Atlantik zeigt erneut ein Gebiet mit sich zunehmend organisierenden Gewittern, welches sich mit einer Wahrscheinlichkeit von zur Zeit 80% zu einer tropischen Zyklone entwickeln wird. Die Zugbahn läuft ebenfalls nach Westen, wobei das System zur Zeit auf einer noch weiter südlicheren Bahn zieht. Somit kann sich daraus in den kommenden Tagen erneut ein tropischer Sturm oder sogar ein Hurricane entwickeln, der erneut die Gebeiet in der Karibik bedrohen könnte. (sz)

Bildquelle: National Hurricane Center (NWS/NOAA)

Am gestrigen Donnerstag zogen unwetterartige Dauer- und Starkniederschläge von West nach Ost über unseren Bereich. Bemerkenswert waren dabei die insgesamt gefallenen Regenmengen, wobei es einen eng begrenzten Streifen (20-30km Nord-Südausrichtung) vom nördlichen NRW bis hin zum südlichen Niedersachsen extrem heftig getroffen hat, hier wurden in 24h neue Rekordwerte von 187,5mm Regen gemeldet. Der für den Monat übliche Niederschlag liegt im Mittel bei knapp 70mm, somit fielen die letzten 24h faktisch gesehen mehr als das Doppelte des im Monat üblichen Niederschlages! Beachtet man, dass der Jahresniederschlag bei etwa 650mm liegt, so sind mehr als 1/4 des Jahresniederschlages allein am gestrigen Tag gefallen! Ein Ereignis, welches allerhöchstens alle 10 Jahre einmal auftritt. Doch bevor auch die Region Hannover unter die Lupe genommen wird, zunächst zur Wetterlage. Eine zunächst noch steuernde Zyklone bildete über unseren Vorhersagebereich eine langgestreckte Tiefdruckrinne aus, wobei es an dessen West- und Ostflanke zur Teiltiefbildung kam. Die Struktur hingegen bewegte sich langsam ostwärts über unseren Bereich. Entsprechend bewegte sich der resultierende Frontenzug regional nur sehr gering nach Norden oder nach Süden. Die Rinne trennte zunehmend feucht schwüle Luftmassen aus dem Südwesten von atlantischer Kaltluft im Norden, entsprechend verstärkten sich die Niederschläge zunehmend. Eines der Teiltiefs über Frankreich übernahm schließlich die Regie und zog unter Verstärkung in der letzten Nacht in unsere Richtung, was ein erneutes Aufleben der Niederschlagsaktivität mit sich führte. Zum frühen Nachmittag wird das Tief unseren Bereich ostwärts verlassen, wobei die Strömung dann auf Nord dreht und polare Luftmassen in unseren Bereich führt. In der Höhenkalten Luft entwickeln sich über das Wochenende immer wieder teils kräftige Schauer oder Gewitter, die aber kein weiteres Unwetterpotential haben werden. Nun aber wieder zu den Auswirkungen… Einige der Spitzenreiter waren Steinfurt mit 187mm, Ahaus mit 159mm, Osnabrück mit 130mm, Stadthagen 115mm, Barsinghausen 110mm. In den Kreisen Osnabrück (NDS) und Steinfurt (NRW) wurde Katastrophemalarm ausgerufen. Der Bahnverkehr im Münsterland kam fast vollständig zum Erliegen, viele Straßen sind wegen Hochwassers gesperrt. In Rheine droht ein Regenrückhaltebecken ein großes Industriegebiet zu überfluten. Auch im niedersächsischen Stadthagen steht das Wasser in vielen Straßen meterhoch, die Stadt sei inzwischen auch nur noch über die Bundesstraße erreichbar. Auch einige Autobahnen waren von den Sperrungen betroffen, darunter die A30 bei Osnabrück und die A2 im Weserbergland. Hannover lag nach Angaben des DWD an der Ostseite des neftigen Starkniederschlags, das IMUK hat 36 stündige Regenmengen von etwa 80mm registriert, wobei die Stadt recht glimpflich davon kam. Ganz anders die Station Barsinghausen, die bis heute früh nun 110mm Regen registriert hat. Bis auf einige Straßensperrungen und Problemen im Zugverkehr kam es aber nicht zu größeren Problemen. Auf der anderen Seite bildeten sich besonders gestern Abend bis tief in die Nacht hinein in der Subtropikluft südlich der Front teils unwetterartige Gewitter mit Starkegen von 60mm in der Stunde und teils schweren Sturmböen. (sz)

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